Die häufigsten Schädlinge im Garten

18. November 2022

Im Frühlingsgarten erwacht die Natur, und in wenigen Wochen grünt und blüht es, so weit das Auge reicht. Es könnte so schön sein, aber Schädlinge verderben so manchem Hobbygärtner die Freude an seiner grünen Oase. Welches sind die vier häufigsten und was kann man gegen sie tun?

Die Larven des Dickmaulrüsslers sind die wahren Übeltäter

Der Dickmaulrüssler, der etwa 1,4 Zentimeter lang ist, ist ein unwillkommener Besucher im Nutz- und Ziergarten. Während er an Pflanzen nur geringe Schäden wie Fraßspuren verursacht, können seine Larven für viele Pflanzen tödlich sein. Der Dickmaulrüssler kommt vor allem an Rosen, Kirschlorbeer und Rhododendren vor, aber auch andere Pflanzen können betroffen sein.

Der Dickmaulrüssler legt seine Eier in der Nähe der Wurzeln der befallenen Pflanzen ab, was ein Problem darstellt. Aus diesen schlüpfen unzählige Larven mit großem Appetit. Sie fressen nicht nur das Feinwurzelsystem, sondern auch das Grobwurzelsystem und sogar den Stammfuß. Wenn nichts gegen den Schädling unternommen wird, verdorrt die Pflanze und stirbt ab.

Es ist also keine Überraschung, dass die Bekämpfung des Schwarzen Rüsselkäfers entscheidend ist. Um dem Entwicklungszyklus des Schädlings entgegenzuwirken, ist es am besten, ihn zwischen April und Juni oder August und Oktober zu bekämpfen.

Der Einsatz von Nematoden gilt als wirksame Bekämpfungsmaßnahme. Die Nematoden dringen in die Larven des Dickmaulrüsslers ein und infizieren sie mit einem Bakterium, das sie tötet. Außerdem findet die Vermehrung der Nematoden parallel statt, was die Maßnahme noch effektiver macht. Weitere Informationen zur Bekämpfung des Kiefernrüsslers findest du hier.

Schnecken sind langsam und unangenehm

Schnecken sind im Garten eines jeden Pflanzenliebhabers nicht willkommen. Es muss jedoch unterschieden werden, denn nicht alle Arten sind Schädlinge. Die große Weinbergschnecke zum Beispiel ist nicht nur eine geschützte Art, sondern sie greift auch Schneckennester an. Daher sollte sie geduldet werden.

Im Fall von

    • Rote Nacktschnecken,
    • Ackerschnecken und
    • Spanische Nacktschnecken

ist jedoch eine Bekämpfung erforderlich.

Das macht Sinn, sie knabbern gerne an neuen Trieben und können bei starkem Befall ganze Pflanzen verzehren. Aus den abgelegten Eiern schlüpfen zudem neue Schnecken, was das Problem noch verschlimmert.

Schnecken mit scharfen Chemikalien wie Schneckenkorn zu bekämpfen, ist eine schlechte Idee. Das Mittel ist zwar schnell und effektiv, aber es schadet den Nützlingen, die sich von Schnecken ernähren. Deshalb ist es besser, auf natürliche Methoden zurückzugreifen: Holzasche, Kaffeepulver und abschreckende Pflanzen wie Bohnenkraut oder Kamille können nützlich sein. Einige unerfahrene Gärtner stellen Fallen in Form von mit Bier gefüllten Bechern auf. Schnecken sind eine weitere Lieblingsspeise der Igel. Wir hoffen also, dass die kleinen Gartenbewohner bei der Schädlingsbekämpfung helfen werden.

Nematoden (speziell „Phasmarhabditis hermaphrodita“) sind empfohlene Nützlinge im Kampf gegen Schnecken, aber auch Vögel wie Amseln, Meisen und Elstern sind Räuber der gemächlichen Schädlinge. Es lohnt sich, eine vogelfreundliche Umgebung mit Nistkästen für die gefiederten Helfer zu schaffen.

Buchsbaumzünsler: ein großer asiatischer Schädling

Der Buchsbaumzünsler ist für Gärtner und Parkbetreiber einer der schlimmsten Feinde schöner und gesunder Pflanzen. Der Falter, dessen gefräßige Raupen den Großteil des Schadens verursachen, wurde einst aus Asien nach Europa eingeschleppt. Der BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein macht darauf aufmerksam, dass „kostenbewusste“ Pflanzenimporte ein großes Problem sind und bezeichnet aus gutem Grund Geiz als eine der Ursachen für die heutige Plage.

Wenn der Buchsbaumzünsler in den Garten kommt, scheint zunächst alles normal zu sein. Die kleinen grünen Raupen mit schwarzen Punkten fressen oft unbemerkt in den tieferen Schichten des Buchsbaums und schreiten schrittweise voran. Wenn der Befall stärker wird, verfärbt sich der Buchsbaum bräunlich-gelb und leidet stark.

Was genau im Kampf gegen den Buchsbaumzünsler hilft, ist eine kritische Frage. Das Wichtigste ist, den Pflanzenbestand regelmäßig zu kontrollieren und einen Befall so schnell wie möglich zu behandeln. Das Absammeln der Raupen ist ein guter erster Schritt. Da Buchsbäume giftig sind, musst du dabei Handschuhe tragen. Auch das Zurückschneiden oder Entsorgen der Pflanze kann die Raupen vertreiben. Da Pflanzenreste und Raupen im Kompost oder Biomüll weiterhin eine Gefahr darstellen, müssen sie im Hausmüll entsorgt werden.

Blattläuse sind winzige Insekten, die es in vielen verschiedenen Formen und Größen gibt

Blattläuse können ein sehr unterschiedliches Erscheinungsbild haben. Ihre Farbe reicht von Rot über Gelb und Grün bis hin zu Weiß. Außerdem gibt es geflügelte Varianten. Was alle Blattläuse gemeinsam haben, ist die Zerstörung, die sie anrichten: Die Pflanzen verdorren, die Blätter kräuseln sich und vertrocknen, es kommt zu Blattfall und wenn du genau hinsiehst, kannst du ganze Kolonien von Schädlingen entdecken.

Du kannst vorbeugende Maßnahmen ergreifen, wenn du die Blattläuse gar nicht erst in deinen Garten einladen willst. Das Anpflanzen verschiedener abschreckender Pflanzen, wie

    • Ysop,
    • Lavendel, Rosmarin und
    • Salbei

ist bereits ein positiver Schritt. Wenn die kleinen Schädlinge dennoch bekämpft werden müssen, können Marienkäferlarven eine große Hilfe sein. Auch Schlupfwespen können helfen, die Blattlauspopulation zu kontrollieren (Achtung: Schlupfwespen, die zur Bekämpfung von Lebensmittelmotten eingesetzt werden, funktionieren nicht bei Blattläusen!) Gärtnerinnen und Gärtner müssen die Belästigung durch die kleinen Kreaturen nicht hinnehmen.

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