Zecken an deinem vierbeinigen Freund vermeiden

18. November 2022

Im Frühjahr fürchten viele Tierhalter ein ganz bestimmtes Insekt: die Zecke. Die blutsaugenden Plagegeister sind aufgrund der warmen Sommer und milden Winter in ganz Deutschland in großer Zahl zu finden. Je mehr du über Zecken weißt, desto eher kannst du deinem Hund oder deiner Katze helfen, die Insekten so sicher wie möglich loszuwerden. Wir erklären, wie das funktioniert.

Das Verhalten von Zecken wird kurz erklärt

Zecken brauchen das Blut eines menschlichen oder tierischen Wirtes, um Eier zu legen und sich fortzupflanzen. Aus diesen Eiern schlüpft ein Schwarm winziger Larven, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Diese Larven fressen ebenfalls Blut und nutzen die daraus gewonnene Energie, um sich zu Nymphen zu entwickeln, einem Zwischenstadium zwischen dem Erwachsenen und der Larve. Auch die Nymphen benötigen das Blut eines Wirtes, um sich zu erwachsenen Zecken zu entwickeln. Der Zyklus beginnt dann von neuem.

Der Biss verursacht potenziell tödliche Infektionen

Das Problem bei der Lebensweise der Zecke ist, dass der Speichel des Insekts bei jedem Biss in die Wunde des Wirts gelangt. Er verursacht Juckreiz und kann zu lokalen Schwellungen führen. Auf den ersten Blick scheint dieses Symptom harmlos zu sein, aber wenn sich Krankheitserreger im Speichel befinden, können gefährliche Krankheiten wie Babesiose, Borreliose oder Ehrlichiose übertragen werden. Diese Krankheiten können tödlich sein, wenn die betroffenen Katzen oder Hunde nicht sofort behandelt werden.

Besitzer/innen sollten ihr Haustier gut im Auge behalten und Zecken sofort entfernen, vor allem während der Zeckenhochsaison, die normalerweise zwischen März und Oktober stattfindet. Zecken, die mit Borreliose infiziert sind, können bei kalten Temperaturen überleben und sich außerhalb des Frühlings und Sommers auf Tiere übertragen. Außerhalb der Hochsaison sollten Tierhalter besonders vorsichtig sein.

Zeckenbissen wirksam vorbeugen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um Zeckenbefall von vornherein zu verhindern. Du kannst deinen Hund z. B. gegen Borreliose und Babesiose impfen lassen. Du musst selbst entscheiden, ob diese Impfung sinnvoll ist. Eines ist sicher: Auch mit den wirksamsten Maßnahmen lässt sich ein Zeckenbiss nicht vollständig vermeiden; das Risiko einer Erkrankung besteht also immer.

Verschiedene Präparate zur Parasitenabtötung sind im Handel und im Tierbedarf verschiedener Geschäfte erhältlich. Besonders beliebt sind Spot-on-Präparate, die z. B. in den Nackenbereich gegeben werden und den Hund oder die Katze wie ein unsichtbares Schutzschild umgeben. Zecken werden durch solche Produkte in der Regel in Schach gehalten. Einerseits stößt du die kleinen, schwarzen Insekten ab, aber Zecken sterben, sobald sie mit dem Mittel in Berührung kommen. Allerdings kommst du dabei mit dem Fell oder der Haut deines Haustiers in Berührung, weshalb viele Besitzer zögern, solche Präparate zu verwenden. Sprays oder spezielle Zeckenhalsbänder können ebenfalls verwendet werden, um eine sehr ähnliche Wirkung zu erzielen.

Die Zeckenprävention beginnt mit einer sorgfältigen Beobachtung

Die Untersuchung des Tieres mit bloßem Auge ist sogar noch wirksamer als Zeckenschutzmittel. Untersuche deinen Hund nach jedem Spaziergang auf Zecken. Mit etwas Glück kannst du die Insekten erwischen, bevor sie sich in die Haut deines Tieres verbeißen. Achte aber darauf, dass du die gefundenen Zecken nicht nur nach draußen transportierst, sondern sie auch sicher tötest, damit sie keine Gefahr mehr darstellen. Achselhöhlen, Schultern und sehr vaskuläre Bereiche, die nur mäßig mit Fell bedeckt sind, sind besonders gefährdet. Besonders gefährlich sind Zecken im Kopf der Katze, wo die Blutgefäße leicht zu erreichen sind. Hier solltest du eine Taschenlampe benutzen, weil die Suche bei Tieren mit besonders langem oder dunklem Fell schwieriger ist.

Vorsichtiges Entfernen von Zecken mit einer Zeckenzange oder Zeckenschlinge

Verwende generell ein geeignetes Werkzeug, um eine Zecke zu entfernen, und nicht deine bloßen Finger. Sonst riskierst du, dass du abrutschst und die Zecke sich noch fester verbeißt. Richte die Zecke vorsichtig auf und greife dann den Kopf mit der Zange. Achte darauf, dass die Zecke so nah wie möglich an deiner Haut sitzt. Ziehe dann vorsichtig daran. Wenn sich die Zecke nicht sofort löst, drehe die Zange vorsichtig.

Mit der Zeckenschlinge kannst du die Zecke mit einer einzigen Drehung entfernen. Dazu wickelst du die Schlaufe um den Kopf der Zecke und hältst den Griff senkrecht zur Haut. Dann drehst du sie langsam in eine Richtung.

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