Sind Butterblume und Löwenzahn das Gleiche?

12. Juli 2022

Sind Butterblume und Löwenzahn das gleiche Gewächs oder ist die Bezeichnung fehlleitend? Aufgrund regionaler Unterschiede lässt sich diese Frage nicht einfach beantworten. Welche Pflanzen mit der Bezeichnung gemeint sein können und worin sie sich unterscheiden, erfahren Interessierte hier.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Begriff Butterblume wird für Löwenzahn und den Scharfen Hahnenfuß verwendet.
  • Die Unterscheidung aufgrund der Optik ist wichtig.
  • Hahnenfuß ist bereits in geringen Mengen giftig.
  • Löwenzahn kann als Tierfutter, für Salat oder Tee verwendet werden.

Butterblume als Überbegriff

Abhängig von der Region werden sowohl Löwenzahn als auch Scharfer Hahnenfuß als „Butterblume“ bezeichnet. In anderen Regionen werden Löwenzahn und Butterblume klar voneinander unterschieden. Hier trägt allein der Scharfe Hahnenfuß den Beinamen Butterblume. Zurückzuführen ist die Bezeichnung auf die gelbe Farbe der Blüten.

Löwenzahn als Futtermittel und essbare Pflanze

Löwenzahn gehört zu den Korbblütlern und wird durch die Samen auch als Pusteblume bezeichnet. Die runden Blütenköpfe sind goldgelb, dicht mit Blütenblättern besetzt und sitzen auf dicken, runden, aber hohlen Stängeln. Bei Abbrechen oder Abschneiden tritt weißer Pflanzensaft aus, der die Haut braun verfärben kann.
Alle Pflanzenteile stellen für Kaninchen und Meerschweinchen oder Hamster gute Futtermittel dar. Auch für den menschlichen Verzehr sind sie geeignet. So kann daraus beispielsweise Salat, Gemüse, essbare Dekoration und Tee zubereitet werden. In der Pflanzenheilkunde wird das Gewächs aufgrund seiner verschiedenen Wirkungen ebenfalls geschätzt.
Geringe Mengen an potenziell giftigen Stoffen sind in den Pflanzenteilen enthalten. Löwenzahn sollte daher nur in Maßen und nicht in Massen verzehrt werden.

Der Scharfe Hahnenfuß – giftig für Mensch und Tier

Kennzeichnend für den blühenden Scharfen Hahnenfuß sind gelbe Blüten, die einen fettigen Glanz aufweisen. Sie sind flach, fünfzeilig und weit geöffnet. Im Gegensatz zu Löwenzahn sind sie zudem sehr klein sowie lose und licht verteilt. Hahnenfuß ist nicht essbar und sollte auch nicht als Tierfutter zum Einsatz kommen. Er enthält giftige Substanzen, die sowohl beim Verzehr als auch bei Hautkontakt sofort Reizungen und Vergiftungserscheinungen auslösen können.
Dazu gehören beispielsweise:

  • Rötungen
  • Brennen
  • Juckreiz
  • Schwellungen
  • Bläschen

Beim Verschnitt oder der Entfernung ist es daher wichtig, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Im Freilauf von Kaninchen und Co. sollte sich das Gewächs nicht befinden. Anhand der kleinen, lediglich ein bis drei Zentimeter großen Blüten, lässt sich der Scharfe Hahnenfuß gut von Löwenzahn unterscheiden.

Fazit

Der Begriff Butterblume mag harmlos klingen, kann jedoch eine giftige Pflanze bezeichnen. Beim Pflücken, Verzehr oder Verfüttern, muss daher besondere Vorsicht walten. Anderenfalls können sich bereits bei kleineren Mengen Vergiftungserscheinungen einstellen, die durch Arzt oder Tierarzt behandelt werden müssen.

gelebte Gartenliebe
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