Hecken aus Kirschlorbeer – dichter Wuchs und ganzjährig grün

20. Dezember 2022

Dichte Hecken sind wichtig für die Struktur des Gartens und als Sichtschutz vor Nachbargrundstücken oder fremden Blicken. Der Kirschlorbeer mit seinen leuchtend weißen Blüten und kleinen schwarzen Früchten im Spätsommer ist hier eine ausgezeichnete Wahl.

Eine prächtige Hecke aus Kirschlorbeer

Der Kirschlorbeer ist botanisch als Prunus laurocerasus bekannt und gehört zur Familie der Rosengewächse. Er ist mit Kirschen und Pflaumen verwandt, aber nicht mit dem Lorbeer, daher ist der Name irreführend. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Kleinasien und dem Balkan und ist als Neophyt in unsere Breitengrade eingewandert.

Der Kirschlorbeer kann in der Natur und in seiner Heimat bis zu sieben Meter hoch werden; in unseren Gärten sind es etwa vier. Die Kirschlorbeerhecke ist mit ihrem dichten Wuchs ideal als Sichtschutz, obwohl sie nur wenigen Vögeln und Insekten Lebensraum bietet. Die Blätter sehen aus wie typische Lorbeerpflanzen, mit einer sich nach vorn verjüngenden Form und einer glänzend grünen Farbe.

Von April bis Juni blüht der Kirschlorbeer mit aufrechten, cremeweißen Blütenständen. Danach erscheinen die runden, schwarzen Früchte. Aber Vorsicht: Die Früchte sind wie die Blätter in rohem Zustand für den Menschen giftig. Kleine Kinder und Haustiere sollten von dem Strauch ferngehalten werden.

Anforderungen und Pflege des Kirschlorbeers

Der Kirschlorbeer wächst am besten im Frühjahr oder Herbst. Es sollte ein Loch in lockerer Erde ausgehoben werden, das etwa doppelt so groß ist wie der Wurzelballen. Das Loch sollte keine Hohlräume aufweisen, nachdem es mit Rindenmulch abgedeckt wurde. Danach ist der Kirschlorbeer relativ pflegeleicht und stellt nur geringe Ansprüche an den Gärtner.

Der Kirschlorbeer kann in voller Sonne, im Halbschatten oder in einer Kombination aus beidem angebaut werden. In kälteren Klimazonen wird ein Windschutz im Schatten empfohlen. Die Pflanze gedeiht am besten in nährstoffreichem, lehmigem Boden, verträgt aber auch trockeneren Boden und Sand. Staunässe im Boden sollte dagegen unbedingt vermieden werden.

Gießen ist nur notwendig, wenn der Boden extrem trocken wird. Die Blätter werden dann braun und fallen ab, aber sie wachsen schnell wieder nach. Der Kirschlorbeer sollte zweimal im Jahr geschnitten werden, einmal im Frühjahr und einmal im Sommer. Im Spätsommer ist auch Kaliumdünger von Vorteil, weil er vor drohendem Frost schützt. Zur Vermehrung der Hecke können Stecklinge, von denen viele beim Beschneiden anfallen, oder die Aussaat verwendet werden.

Die Anwendung von Kirschlorbeer im Garten

Kirschlorbeer eignet sich wie alle anderen Heckenpflanzen hervorragend zur Strukturierung des Gartens sowie zum Schutz vor Wind und unerwünschten Beobachtern. Der immergrüne Strauch wirft seine Blätter nicht ab. Das macht ihn auch im Winter zu einer wunderbaren Zierpflanze, die auch Minusgraden standhalten kann. Die im rohen Zustand noch giftigen schwarzen Steinfrüchte des Kirschlorbeers können aber gekocht und zu Marmelade oder leckerem Gelee verarbeitet werden.

Der Kirschlorbeer wächst in fast jeder Bodenart schnell. Das macht ihn zu einem perfekten Blickfang für junge, neu angelegte Gärten. Die dicht wachsende Heckenpflanze gibt ihnen schnell Form und Struktur. Auch der Rückschnitt des Strauches selbst kann interessante Formen und Bilder hervorbringen. Eine Handheckenschere ist dafür ideal, ebenso wie eine Astschere für härtere Hölzer.

Kirschlorbeer gibt es in einer Vielzahl von Sorten. Letztendlich muss jeder Käufer entscheiden, welche von ihnen er kaufen möchte. Der auffälligste Unterschied zwischen den Sorten ist ihre Wuchsgeschwindigkeit. Einige sind formschöner als andere, und einige haben sehr markant geformte Blätter. Die optische Wirkung ist in diesem Fall entscheidend.

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