Marderabwehr

5. Dezember 2022

Der bezaubernde Marder

Viele Menschen denken, dass Marder niedlich sind. Doch für diejenigen, die einen Nutz- oder Ziergarten besitzen, können die Tiere ein echtes Ärgernis sein. Sie graben gerne in der Erde und verursachen dadurch erhebliche Schäden an den Pflanzen und am Rasen. Deshalb suchen viele Gartenbesitzer nach einer effektiven Möglichkeit, die Tiere kurz- und langfristig loszuwerden.

Es ist nicht einfach, einen Marder loszuwerden. Das liegt vor allem daran, dass der Marder in Deutschland offiziell geschützt ist. Das bedeutet, dass bestimmte Gesetze für den Umgang mit den Tieren gelten, mit dem Ziel des langfristigen Artenschutzes.

Das Töten von Tieren ist ausdrücklich verboten und wird in der Regel mit Geldstrafen geahndet. Deshalb müssen Marderfallen mindestens ein Kriterium erfüllen: Sie müssen den Marder lebend fangen. Sobald der Marder in der Falle gefangen ist, muss er an einem anderen Ort wieder in die Freiheit entlassen werden.

Wie moderne Marderfallen funktionieren

Nur Marderfallen, die das Tier lebendig fangen, sind nach heutigem Stand der Dinge legal. Die entsprechenden Geräte ähneln Käfigen und lassen sich zumindest von einer Seite aus leicht öffnen. Wenn du sicher sein willst, dass der Marder auf jeden Fall gefangen wird, wähle eine Falle mit zwei Öffnungen. Schließlich weiß man als Gärtner nie, auf welcher Seite das Tier auftauchen wird.

Eine kleine, hölzerne Vorrichtung befindet sich in der Mitte der Falle. Die Türen an den Enden des Käfigs schließen sich, sobald der Marder sie durch Berühren betätigt. Das Tier ist gefangen und kann nicht entkommen. Moderne Fallen müssen aus hochwertigem Draht gefertigt sein, damit der Marder nicht entkommen kann. Dieser ist sowohl gegen die scharfen Zähne der Tiere als auch gegen Störungen aus der Umwelt resistent.

Hochwertige Türen sind für die Sicherheit ebenfalls unerlässlich. Nachdem die Falle aktiviert wurde, müssen diese fest einrasten. Wenn sie sich zu leicht hochschieben lassen, wird das Tier höchstwahrscheinlich von selbst entkommen.

Um den Transport des Käfigs mit dem Tier darin zu erleichtern, sollte die Falle außerdem einen integrierten Beißschutz haben. Dieser schützt die Hand, wenn sie mit den Tragegriffen in Berührung kommt.

Halte dich an alle gesetzlichen Vorschriften

Die Tatsache, dass der Marder nach dem geltenden Tierschutzgesetz nicht getötet werden darf, ist im Gesetzestext eindeutig festgelegt. Theoretisch darf der Marder in seinem natürlichen Lebensraum nicht gestört werden. Allerdings muss eine ausdrückliche Genehmigung eingeholt werden, bevor man eine moderne Falle benutzt, um das Tier aus dem eigenen Garten zu entfernen. In diesem Fall sollte der Förster oder der ansässige Jäger kontaktiert werden.

Häufig handelt es sich um einen sogenannten Steinmarder, der nach dem deutschen Jagdrecht geschützt ist. Zwischen März und Oktober dürfen diese Tiere nicht umgesiedelt werden. Dieser Umstand hat direkte Auswirkungen auf das Fangen und Freilassen beim Fallenstellen. Im Zweifelsfall ist es am besten, das Tier nicht zu fangen und vorher den Rat der zuständigen Person einzuholen.

Das Beste aus der Falle herausholen

Damit eine Marderfalle funktioniert, muss der richtige Köder verwendet werden. Diese Tiere fressen am liebsten Obst, Eier oder Nüsse. Spezielle Lockstoffe, die für die Tiere besonders attraktiv sind, können online gekauft werden.

Auch der richtige Standort ist wichtig, damit der Marder in die Falle tappt. Fallen funktionieren am besten, wenn sie im üblichen Revier des Marders aufgestellt werden. Dazu musst du anhand der Fährten feststellen, welche Wege er gerade benutzt. Die Falle wird dann in der Nähe oder entlang des Weges des Marders aufgestellt.

Zur erfolgreichen Beseitigung eines Marders gehört natürlich auch, ihn wieder freizulassen. Gartenbesitzer sollten mindestens 60 Kilometer weit fahren, um sicherzustellen, dass der Marder ausreichend aus dem Garten entfernt ist und nicht zurückkehrt.

gelebte Gartenliebe
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