Baugenehmigung für ein Gartenhaus

16. Dezember 2022

Der Preis für eine Baugenehmigung

Wenn du eine Baugenehmigung beantragst, musst du Verwaltungsgebühren bezahlen. Jedes Bundesland hat seinen eigenen Satz an Kosten.

Für die Baugenehmigung spielen die folgenden Fakten eine Rolle:

    • Summe der Rohstoffkosten oder der Warenwert des Gebäudes
    • Anzahl der Fachleute, die für die Bearbeitung deines Baugenehmigungsantrags benötigt werden
    • Größe des Gebäudes

Aufgrund der oben genannten Faktoren sollten die Kosten für eine Baugenehmigung immer individuell betrachtet werden. Ich empfehle dir, dich im Voraus mit deiner örtlichen Baubehörde in Verbindung zu setzen, um einen Kostenvoranschlag zu erhalten.

Die Kosten für die Baugenehmigung werden fällig, sobald du sie erhältst, und du musst sie umgehend bezahlen. Manche Behörden möchten zunächst den Nachweis über die Zahlung sehen, bevor sie dir die Genehmigung aushändigen.

Wie lange dauert es, eine Baugenehmigung zu erhalten?

Eine Baugenehmigung wird in der Regel innerhalb von 6 Wochen nach dem Datum des Antrags erteilt. Wenn dein Bauantrag abgelehnt wird, kannst du einen Widerspruch einlegen. Wie das funktioniert, erkläre ich im folgenden Abschnitt.

Die Rechtsgrundlage für eine Baugenehmigung

Auch wenn du ein kleines Gartenhaus aus Holz auf deinem eigenen Grundstück baust, musst du eine Baugenehmigung von der zuständigen Gemeinde oder Stadt einholen.

Die Entscheidung über die Erteilung oder Verweigerung einer Baugenehmigung wird nicht willkürlich getroffen, sondern auf der Grundlage des örtlich geltenden Planungsrechts und der staatlichen Verordnung.

Jede Gemeinde erstellt einen Bebauungsplan, der gesetzlich vorgeschrieben ist und zur Beurteilung von Baugenehmigungsanträgen herangezogen wird.

Der Bebauungsplan

Seit fast 80 Jahren gibt es in fast allen Städten und Gemeinden diese Bebauungspläne. Selbst für kleinere Bauprojekte sind diese Pläne unerlässlich. In unserem Fall zum Beispiel für ein Gartenhäuschen aus Holz. Diese Bauvorhaben werden im Bebauungsplan als „Nebenanlagen“ bezeichnet.

Bestehende Baugrenzen werden normalerweise als Linien im Bebauungsplan dargestellt. Diese Linien dürfen nicht überbaut werden. Häufig grenzt das Grundstück bereits an diese Linie, sodass der Bau einer Nebenanlage von vornherein ausgeschlossen und die Baugenehmigung verweigert werden kann.

Diese Pläne wurden von sogenannten Stadtplanern erstellt, um das Stadtbild zu erhalten und nicht wahllos zu bauen. Die Stadtplaner werden daher bei Anträgen auf Baugenehmigungen konsultiert.

Kleinere Einschränkungen, die den Bau eines Gartenhauses betreffen, werden ebenfalls in den Bebauungsplan aufgenommen. Das kann die Höhe des geplanten Gebäudes oder die Form des Daches sein.

Da es keine einheitlichen Pläne für die ganze Stadt gibt, können keine pauschalen Aussagen gemacht werden.

Solange ein berechtigtes Interesse besteht, hat jeder Bürger das Recht, den entsprechenden Bebauungsplan einzusehen.

Die Landesbauordnung

Jedes Bundesland hat sein eigenes Baugesetzbuch. Dieses Gesetz legt unter anderem die maximale Größe eines Gartenhauses fest. Alle Bauten, die kleiner als diese Größe sind, brauchen keine Genehmigung. Bei der Bestimmung der Größe musst du nicht nur das tatsächliche Volumen des Objekts, sondern auch seine Höhe berücksichtigen. Beides wird in Kubikmetern angegeben.

Wie bei allen Gesetzestexten sind genaue Definitionen, die Teil der Baugenehmigung sind, unerlässlich.

Definition eines Gartenhäuschens

Da ein Gartenhaus im Grunde ein Gebäude ist, unterliegt sein Bau dem Baugesetzbuch. Die Definition findest du hier (https://de.wikipedia.org/wiki/Schuppen (Geb%C3%A4ude)).

Ein Gartenhaus, für das keine Genehmigung erforderlich ist, darf laut Gesetz keine Küche, Toilette oder einen Aufenthaltsraum haben. Außerdem muss er einfach auf- und abbaubar sein.

Laut Gesetz gilt ein Objekt mit einem Betonfundament nicht mehr als einfaches Gebäude und benötigt daher eine Genehmigung.

Das ist nur ein kleiner Teil der Aspekte, die vom Gesetz geregelt werden. Wir Laien sind damit schon überfordert. Bevor du mit dem Bau beginnst, gehst du am besten mit allen notwendigen Unterlagen direkt zur Baubehörde, um dich vor Ort professionell beraten zu lassen, ob du eine Baugenehmigung brauchst.

Daran solltest du auf jeden Fall denken, wenn du eine Baugenehmigung für ein Gartenhaus beantragst!

Natürlich machen sich viele Bauherren, vor allem in größeren Städten, Gedanken darüber, wie das Bauamt alle Baustellen kontrollieren wird.

Überlege gar nicht erst, ob du ohne eine Baugenehmigung mit dem Bau beginnen kannst.

Denn es reicht aus, wenn ein Anwohner seine Bedenken bezüglich deiner Baugenehmigung beim örtlichen Bauamt äußert. Diese Äußerungen werden im Bauamt gerne entgegengenommen und so schnell wie möglich untersucht. Diese Überprüfung ist nicht nur äußerst kostspielig, sondern hat auch rechtliche Konsequenzen für dich.

Damit du wirklich dauerhaft Spaß an deinem Gartenhaus hast, solltest du sowohl die Nachbarschaft als auch das Bauamt im Voraus in deine Bauplanung einbeziehen.

gelebte Gartenliebe
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