Holz für Gartenhaus

16. Dezember 2022

Wenn du lange Freude an deinem Gartenhaus haben willst, solltest du dir genau überlegen, aus welchem Holz es gefertigt sein soll.

„Holz arbeitet“ ist mehr als ein Klischee. Tatsächlich verändert sich das Volumen von Holz ständig. Je nach Luftfeuchtigkeit kann das Holz sogar unterschiedliche Abmessungen haben. Das Holz in deinem Gartenhaus passt sich dem Feuchtigkeitsgehalt an, indem es Wasser aufnimmt oder abgibt. Das kann zu Rissen und Spaltungen im Holz führen. Hier sind einige grundlegende Informationen, die dir helfen, eine fundierte Entscheidung über die richtige Holzart zu treffen.

Welche Eigenschaften sollte das Holz für dein Gartenhaus haben?

Die ideale Holzart sollte:

    • langlebig sein
    • mit Schädlingen umgehen können
    • gut abgelagert und trocken sein
    • am besten schon vorimprägniert
    • sollte den unterschiedlichsten Witterungsbedingungen standhalten und trotzdem leicht zu bearbeiten sein.

Welche Holzarten sind theoretisch für ein Gartenhaus geeignet?

Tatsächlich gibt es ein paar Holzarten, die die oben genannten Kriterien erfüllen, aber aus Kostengründen für das Projekt „Gartenhaus“ völlig unbrauchbar sind. Dazu gehören einige der tropischen Harthölzer, aber auch unsere heimische Eiche. Diese Holzarten sind jedoch so hart, dass ihre Verarbeitung eine echte Herausforderung ist. Buche und Lärche sind zwei einheimische Holzarten, die theoretisch verwendet werden könnten.

Buchenholz wäre ideal, aber die hohen Kosten schrecken meist ab. Wegen ihrer Wasserbeständigkeit wäre die heimische Lärche ein ideales Baumaterial. Allerdings steht das Preis-Leistungs-Verhältnis in keinem Verhältnis.

Welche Holzarten werden in der Praxis verwendet?

Heimische Holzarten wie Tanne, Kiefer oder Fichte werden häufig für preisgünstige Gartenhäuser verwendet. Diese Holzarten haben den Nachteil, dass sie sehr pflegeintensiv sind. Qualitativ gesehen sind Holzarten aus dem hohen Norden, wie die finnische Fichte, am besten geeignet. Weil das Klima im Norden viel kälter ist, wachsen die Bäume langsamer und haben daher eine bessere Holzqualität. Ihre Jahresringe liegen enger beieinander und ihr Holz ist viel härter. Dieses Holz ist teurer in der Anschaffung, aber aufgrund seiner hohen Qualität braucht es nur wenig Pflege.

Wie solltest du das Holz für dein Gartenhaus schützen?

Wenn du das Holz deines Gartenhauses regelmäßig pflegst, wird es lange Zeit gut aussehen. Es gibt drei Möglichkeiten, um das Holz bestmöglich zu schützen:

Holzbeize

Holzbeize bewahrt die natürliche Struktur des Holzes. Sie wird vom Holz absorbiert und frischt die Farben immer wieder auf. Das Holz wird versiegelt und ist somit wetterfest. Bevor du die erste Schicht Holzbeize aufträgst, sollte das Holz grundiert werden. Danach reicht ein jährlicher Anstrich mit Lasur aus.

Holzlasur

Holzlasur kostet etwas mehr als Holzbeize. Du kannst Holzlasur in einer Vielzahl von Farben oder auf Wunsch auch farblos bekommen. In jedem Fall musst du das Holz abschleifen, bevor du die Lasur aufträgst. Eine Lackschicht kann bis zu vier Jahre halten. Allerdings muss die Schicht regelmäßig überprüft werden.

Holzöl

Die umweltfreundlichste Option ist Holzöl. Du musst das Holz für dein Gartenhaus nur ein wenig reinigen, bevor du es aufträgst.

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