Optische Gartengestaltung

20. Dezember 2022

Gartenpflege und -gestaltung sind viel mehr als nur ein Hobby für unerfahrene Gärtner/innen. Die meisten Gärtnerinnen und Gärtner stecken ihr ganzes Herzblut in ihr grünes Zuhause. Um sich im eigenen Garten rundum wohlzufühlen, ist jedoch ein erheblicher Zeit- und Arbeitsaufwand erforderlich, der von unschätzbarem Wert ist, wenn das Ziel eines „Traumgartens“erreicht werden soll. Doch gerade bei schwer zu pflegenden Gartenflächen sind Inspiration und Tipps meistens Mangelware.

Kleine Gärten ausbauen

Aus einer kleinen Fläche kann viel gemacht werden. Die meisten Gartenneulinge haben sich zum Ziel gesetzt, ihren Garten optisch größer und vielfältiger erscheinen zu lassen. Um das zu erreichen, können sie schon im Voraus planen, welche verschiedenen Bereiche sie in ihrem Garten haben möchten. Ein Sitzbereich, ein Teich, ein Blumenbeet oder ein Ziergarten sind einige Beispiele. Hier gibt es keine Einschränkungen. Es gibt jedoch einige Richtlinien, die der Gärtner/die Gärtnerin beachten sollte, um die optische Attraktivität des Gartens zu gewährleisten: Um den Garten größer erscheinen zu lassen, sollten kleinwüchsige Pflanzen wie Goldregen, Felsenbirnen oder Blutpflaumen gepflanzt werden. Pflanzen mit wuchernden Stauden oder sich ausbreitenden Gehölzen sollten ebenfalls vermieden werden, da sie ständig gebändigt werden müssen. Bei Hecken sollte der Gärtner darauf achten, dass sie beschnitten werden können, ohne ihre Wirkung zu verlieren. Hecken wie Spirea oder Berberitze machen sich besonders gut und eignen sich auch hervorragend für die Abgrenzung eines Nachbargartens.

Lange, schmale Gärten verstecken

Es gibt auch Vorschläge, wie du die Wirkung eines besonders schmalen Gartens verbessern kannst. Wenn du längere, schmale Gärten in verschiedene Bereiche unterteilst, wird der Garten viel interessanter. Einzelne Sträucher oder sogar Bäume sehen besser aus, wenn sie durch Pergolen getrennt sind. Die Tatsache, dass es im Garten keine Grenzen gibt, sollte nicht nur wörtlich, sondern auch im übertragenen Sinne genommen werden. Daher ist es für die Wirkung des Gartens von Vorteil, wenn Mauern oder andere seitliche Begrenzungen verdeckt werden. Was ist mit Efeu, der dem Garten einen magischen Touch verleiht?

Wenn du jedoch glaubst, dass ein Garten allein durch Bepflanzung aufgepeppt werden kann, irrst du dich. Wenn dein Garten von Natur aus sehr flach ist, kannst du ihn mit Stufen, Hochbeeten oder höheren Sitzbereichen aufwerten.

Auch Zaunelemente sind beliebt, denn sie dienen nicht nur als Begrenzung, sondern auch als optischer Blickfang im Garten. Zaunelemente und Rosenbögen gibt es in einer Vielzahl von Farben und Designs, z. B. als unterer Bogen, oberer Bogen, als Welle, gerade oder mit interessanten flachen und schrägen Kappen. Während hohe Zäune für Privatsphäre sorgen, bringen niedrige Zäune Struktur in den Garten. Weitere Informationen findest du in diesem umfassenden Leitfaden für Vorgartenzäune.

Wetterbedingungen

Die Gartengestaltung wird stark von den Wetterbedingungen beeinflusst. An dieser Stelle kommt der Begriff „Mikroklima“ ins Spiel. Er beschreibt die klimatischen Bedingungen, die durch den Garten und seine Umgebung beeinflusst werden. Mauern zum Beispiel können Wärme und Kälte gleichermaßen speichern und mit der Zeit wieder abgeben. Hecken haben den gleichen Effekt. Daher können zwei Gärten in derselben Region unterschiedliche klimatische Bedingungen aufweisen und unterschiedliche Tiere und Vögel anziehen. Vor diesem Hintergrund ist es auch verständlich, warum in einem Garten, der von der Sonne verwöhnt wird, von Mauern umgeben ist und zudem einen guten Windschutz genießt, bereits die Frühlingsblumen sprießen, während der exponierte Nachbargarten davon nur träumen kann und vielleicht noch mit den letzten Schneeresten kämpft. Die Gärtnerin oder der Gärtner sollte sich darüber im Klaren sein, dass Innenhöfe zwar wärmer sind und einen guten Windschutz bieten, aber auch mit mehr Schatten zurechtkommen müssen.

gelebte Gartenliebe
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