Blattläuse auf Salat – wie du deine Hochbeetpflanze retten kannst

16. Dezember 2022

Viele unerfahrene Gärtnerinnen und Gärtner widmen sich dem Anbau ihres eigenen Gemüses. Ihr Salat ist dabei genauso beliebt wie Obst, wie Tomaten und Erdbeeren. Salat ist ein beliebtes Gemüse, das in Hochbeeten angebaut wird. Er kann dort genauso gut angebaut werden, wie auf einem großen Feld. Auch in einem Hochbeet ist der Salat nicht vor den giftigen Blattläusen gefeit. Trotzdem ist es nicht schwer, die Blattläuse, von denen es allein in Mitteleuropa 800 verschiedene Arten gibt, loszuwerden. Erfahre, wie du Blattläuse (Aphidoidea) in Hochbeeten erkennst und wie du sie effektiv bekämpfst.

Die Vorteile eines Hochbeetes

Ein Hochbeet ist eine vielversprechende Möglichkeit, auf begrenztem Raum mit der Gartenarbeit zu beginnen. Hochbeete sind einfach zu pflegen, und du kannst sie selbst bauen oder sie liefern lassen. Sie haben außerdem mehrere Vorteile gegenüber herkömmlichen Bodenbeeten.

Zum einen erwärmen sich Hochbeete im Frühjahr früher und bleiben bis in den Herbst hinein wärmer. Das bedeutet, dass du früher mit der Aussaat beginnen und das ganze Jahr über länger ernten kannst.

Mit Hochbeeten kannst du auch die Qualität des Bodens kontrollieren. Du kannst direkt Muttererde hinzufügen, um ideale Wachstumsbedingungen für deine Pflanzen zu schaffen.

Auch Schädlinge werden im Allgemeinen in Hochbeeten vermieden. Es ist jedoch bekannt, dass sich Schädlinge wie Blattläuse im Beet ausbreiten.

Sind Blattläuse schädlich?

Blattläuse stellen keine Gefahr für den Menschen dar. Wenn eines der kleinen Tiere versehentlich verschluckt wird, bleiben wir unverletzt. Für Pflanzen hingegen sind Blattläuse ein Problem und können sogar zu Ernteausfällen führen. Sie vermehren sich schnell, nachdem sie sich von Pflanzensaft ernährt haben, den sie mit einem stechenden Rüssel aus den Blättern saugen. Blattläuse in so großer Zahl verursachen häufig langfristige Schäden an Nutz- und Zierpflanzen. In Salat sind sie zunächst leicht unentdeckt, weil sie sich in den verdrehten Blättern gut verstecken können.

In Europa gibt es etwa 850 Arten von Blattläusen, die Schwarz, Rotbraun oder Grün sein können. Der zuckerhaltige Honigtau wird von den nur wenige Millimeter großen Insekten ausgeschieden. Dieser ist ein Nährboden für Pilze, die für die Pflanze schädlich sein können. Außerdem lockt der Honigtau andere Insekten an, die der Pflanze Schaden zufügen können.

Ameisen und Blattläuse

Wo sich Blattläuse niederlassen, sind Ameisen oft nicht weit. Wenn du Ameisen auf deinem Salat findest, sind mit Sicherheit auch Blattläuse in der Nähe. Die Tiere leben in einer symbiotischen Beziehung, die meist zu einer explosionsartigen Ausbreitung von Blattläusen führt. Die Ameisen sammeln den Honigtau der Blattläuse und bringen ihn zurück in ihr Nest. Sie verteidigen diese Nahrungsquelle vehement gegen Raubtiere, sodass sich die Blattläuse ohne zu zögern vermehren können. Jede Blattlaus kann bis zu fünf Nachkommen pro Tag haben.

Blattlausbekämpfung zu Hause mit natürlichen Mitteln

Generell gilt: Je früher die Blattläuse entdeckt werden, desto leichter sind sie zu bekämpfen. Bei Salat ist das schwieriger, weil sich die kleinen Tiere tief in den Blättern verstecken können. Wenn es anfangs nur wenige Blattläuse sind, können sie mit der Hand von den Blättern gewischt werden, und das Problem kann gelöst sein. Auch mit einem starken Wasserstrahl lassen sich kleine Insekten effektiv aus dem Salat entfernen, wobei du darauf achten musst, die Pflanze nicht zu beschädigen.

Bei stärkerem Befall gibt es einige natürliche Hausmittel, die sich als wirksam erwiesen haben. Da Salat eine Nutzpflanze ist, sollten nur biologische Insektizide verwendet werden. Salat kann zum Beispiel mit Brennnesselbrühe oder einer Milch-Wasser-Rapsöl-Mischung (drei Esslöffel Rapsöl auf 500 ml Milch und 2 Liter Wasser) besprüht werden. Seifenlauge ist ebenfalls sehr wirksam, sollte aber nicht auf Salat verwendet werden. Die Seifenlauge bleibt tagelang auf den Salatblättern und beeinträchtigt den Geschmack, wenn die Pflanze gegessen wird. Egal für welches Hausmittel man sich entscheidet, die Pflanze sollte abends besprüht werden, damit die Sonne die Lösungen nicht in die Blätter brennt.

Nützliche Insekten zur Bekämpfung von Blattläusen

In der Natur sind sie fast identisch mit Schädlingen. Indem sie sich von Schadinsekten ernähren, kontrollieren Nützlinge auf natürliche Weise deren Ausbreitung. Nützliche Insekten sind in den meisten Gärten vorhanden, aber nicht in ausreichender Zahl, um den Schädlingsbefall zu kontrollieren.

Vor allem Florfliegen und Marienkäfer sind Insekten, die sich von Blattläusen ernähren. Ein Marienkäfer kann bis zu 150 Blattläuse pro Tag vernichten. Inzwischen kannst du Florfliegen- oder Marienkäferlarven im Internet bestellen und sie gezielt im Hochbeet einsetzen, um die befallene Salatpflanze zu schützen.

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