Auslöser einer Hausstauballergie

15. Dezember 2022

Eine Hausstauballergie betrifft viele Menschen, unabhängig von ihrem Alter oder ihrem allgemeinen Gesundheitszustand. Da jeder Mensch täglich mit Staub und speziellen Milben in Kontakt kommt, ist es schwierig, eine allergische Reaktion bei empfindlichen Personen zu vermeiden. Aber wie entsteht eine Allergie überhaupt?

So entwickelt sich die Allergie

Der Name dieser Allergie ist irreführend, denn die Betroffenen sind nicht gegen den Staub selbst, sondern gegen Bestandteile des Milbenkots allergisch. Die Hausstaubmilbe lebt das ganze Jahr über mit dem Menschen zusammen, ohne dass es jemand merkt. Weil die Milben so klein sind, kann man sie nur mit einem Mikroskop sehen.

Hausstaubmilben scheiden, wie die meisten anderen Lebewesen auch, Kot aus. Wenn sich der Kot zersetzt, verbindet er sich mit dem Hausstaub. Ein Allergiker ist dem Kot unweigerlich ausgesetzt, weil er sich unter anderem auf einzelnen Staubpartikeln in der Luft absetzt.

Da die Partikel in Polstermöbeln, auf dem Boden und im Bett reich an Proteinen sind, können sie beim Menschen allergische Reaktionen hervorrufen. Der Körper von Allergikern reagiert nicht auf Staub oder frischen Kot, sondern auf die Proteine, die in dem Staub-Kot-Gemisch enthalten sind.

Der Übeltäter auf einen Blick: Leben und Ernährung von Hausstaubmilben

Die gewöhnliche Hausstaubmilbe ist ein Spinnentier. Sie ist nur einen halben Millimeter groß, aber sie hat erhebliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Ein Gramm Staub kann zwischen 10.000 und 15.000 Milben enthalten!

Die Milben ernähren sich von den Hautschuppen, die Menschen täglich abwerfen. Da diese Schuppen im Bettbereich und in Polstermöbeln reichlich vorhanden sind, ist dort die Milbenbelastung extrem hoch. Zusätzlich zu den menschlichen Schuppen brauchen die Milben auch Schimmelpilze für eine funktionierende Verdauung.

Wohnungen und Häuser sind ein Paradies für Milben

Hausstaubmilben leben, wie der Name schon sagt, am liebsten in unmittelbarer Nähe von Menschen oder in der Wohnung. Die Spinnentiere bevorzugen feuchte, warme Umgebungen. Deshalb sind Matratzen besonders attraktiv für Milben: nachts schwitzen die Menschen und wärmen das Bett mit ihrem Körper.

Staubmilben leben nicht nur gerne in warmen Wohnungen, sondern sie vermehren sich auch schnell. Betten dienen nicht nur als Brutstätte für Milben, sondern ihre Exkremente verbinden sich mit dem Hausstaub und verteilen sich in Teppichen und beim Staubsaugen oder Aufschütteln der Betten im ganzen Raum. Eines der nützlichsten Hilfsmittel für Allergiker ist ein Luftreiniger.

In einer Höhe von rund 1.500 Metern über dem Meeresspiegel gibt es keine Hausstaubmilben (Langform: Normalnull). Deshalb ist ein Ausflug in die Berge für Allergikerinnen und Allergiker von Vorteil. Weil das nicht immer möglich ist, müssen Vorkehrungen getroffen werden, um sich im Alltag vor Milbenkot zu schützen.

Diese Anzeichen deuten auf eine Hausstauballergie hin

Wer an einer akuten Hausstauballergie leidet, hat ähnliche Symptome wie bei einer Pollenallergie. Die Augen sind häufig gerötet und jucken, und die Nase ist entweder verstopft oder es fließt Sekret ab.

Wenn die Allergie besonders stark ausgeprägt ist, kann es zu Atembeschwerden kommen. Husten und Geräusche beim Atmen sind häufig. Eine unbehandelte Hausstauballergie kann auf lange Sicht zu allergischem Asthma führen.

gelebte Gartenliebe
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