Koi-Karpfen im Gartenteich halten – worauf ist zu achten?

19. Dezember 2022

Koi-Karpfen sind schon lange ein Teil der japanischen Gartenkultur. Auch in unserem Gartenteich werden diese Fische immer beliebter. Leider beschäftigen sich manche Teichliebhaber/innen vor dem Kauf der Tiere zu wenig oder gar nicht mit dem Thema Koikarpfenhaltung. Das ist fatal, denn Fischhaltung ist ein kompliziertes Thema, wie im Koi-Karpfen-Ratgeber ausführlich beschrieben. Koi sind Karpfen, die sich gut an ihre Umgebung anpassen, aber es gibt einige Dinge, die bei der Haltung der Fische zu beachten sind, wenn du lange Freude an ihnen haben willst.

Der Wasserkörper

Wenn möglich, solltest du den Koiteich in einem schattigen Bereich anlegen, um eine Überhitzung des Teichwassers durch direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Das Problem ist nicht die Wassertemperatur, sondern der Sauerstoffgehalt im Wasser, der mit steigender Temperatur abnimmt.

Deshalb sollte das Substrat des Teiches nicht zu dunkel sein, damit das Sonnenlicht reflektiert und nicht absorbiert wird. Die Koi sind auf einem helleren Substrat besser zu sehen. Der Teich sollte nicht zu breit oder zu lang sein, da die Sonne dann weniger Fläche hat, um das Wasser zu erwärmen.

Da die Fische im Laufe ihres Lebens wachsen, sollte der Koiteich aber auch nicht zu klein sein. So erreichen Koi oft eine Länge von 1 Meter oder mehr. Für jeden Koi sollte mindestens 1 Kubikmeter Wasser zur Verfügung stehen. Daher ist es ratsam, den Teich eher tiefer als breiter und länger zu bauen. Eine durchschnittliche Tiefe von 2 Metern ist angemessen, weil die Temperatur am Teichboden auch in der Sommerhitze angenehm kühl ist. Da der Teich aufgrund seiner Tiefe im Winter nicht bis auf den Grund gefriert, können die Koi den Winter im Teich überleben und müssen nicht in ein Aquarium umgesetzt werden.

Ein Teichheizer wird von vielen Koi-Besitzern empfohlen und verwendet. Er ist zwar nicht notwendig, wenn das Wasser tief genug ist und die Winter mild sind, aber er verschafft vielen Haltern Sicherheit.

Im Winter sollte darauf geachtet werden, dass die Oberfläche des Teiches nicht vollständig gefriert, da dies den Sauerstoffgehalt des Wassers verringert. Trotzdem sollte im Winter darauf geachtet werden, dass das Eis Öffnungen hat, durch die Gase entweichen können, die bei der Zersetzung von Organismen entstehen. Eine Plane zum Abdecken des Teiches reicht in den meisten Fällen aus, um das Einfrieren der Wasseroberfläche zu verhindern.

Auch Umwälzpumpen können verhindern, dass das Wasser an der Oberfläche gefriert. Das Problem, so heißt es oft, ist, dass das kalte Oberflächenwasser dann den Teichboden erreicht und die Fische der Gefahr von Erfrierungen ausgesetzt sind. Umwälzpumpen hingegen sind im Sommer ideal, weil sie den Sauerstoffgehalt des Wassers erhöhen. Wenn du einer Abdeckung als alleinigem Hilfsmittel nicht traust, kannst du auch einen Schwimmer verwenden, um das Oberflächenwasser ein wenig zu verwirbeln. Achte darauf, dass das kalte Wasser nicht den Boden erreicht.

Sollte die Wasseroberfläche doch einmal vollständig zugefroren sein, solltest du die Eisdecke nicht zerschlagen, denn der daraus resultierende Lärm kann den Koi-Karpfen Schaden zufügen. Gieße stattdessen heißes Wasser auf das Eis, bis sich ein Loch darin bildet.

Koi lieben sauerstoffreiches und reines Wasser mit einem konstanten pH-Wert. Der pH-Wert muss immer kontrolliert werden und das Wasser sollte weder zu hart noch zu weich sein. Bodenabläufe, eine gute Belüftung, ein angemessenes Filtersystem und Entschäumer sollten beim Bau eines Teiches berücksichtigt werden. Die Leistung des Filtersystems muss ausreichen, um das gesamte Teichwasser mindestens einmal pro Stunde durchzulassen. Deshalb sollte der Durchmesser der Rohre nicht zu klein sein. Die Kapazität des Filtersystems sollte überprüft werden; andernfalls sollte die Pumpleistung erhöht werden. Wegen der Temperatur- und pH-Schwankungen sollte das Wasser regelmäßig gewechselt werden, aber nur stückweise, da die Stressbelastung für die Koi zu hoch wäre.

Koi-Karpfen richtig füttern

Im Teich wachsen zwar Pflanzen, und es gibt kleine Tiere, die dort leben und den Koi Nahrung bieten, aber du solltest deine Fische trotzdem füttern. Koi sind als Allesfresser bekannt. Es wird trotzdem empfohlen, spezielles Futter für Koi zu geben. Bei der Dosierung solltest du nicht zu viel füttern, denn nicht gefressenes Futter verschmutzt das Wasser. Die Fische sollten in den ersten drei Monaten nach dem Kauf vorsichtig an das Futter gewöhnt werden, da die Zoohandlungen die Tiere nur sehr wenig füttern. Bei der Fütterung ist auch die Wassertemperatur wichtig, da das Futter in kaltem Wasser weniger gut verdaulich ist. Fettarmes, kohlenhydrathaltiges Futter ist leicht verdaulich, wenn das Wasser kühl ist; wenn das Wasser wärmer ist, ist fett- und eiweißhaltiges Futter eine gute Wahl. Eine Winterfütterung sollte vermieden werden.

Preise für Koi

Aus Japan importierte Koi können bis zu 400 Euro kosten, selbst wenn sie jung sind. Ein preisgekrönter Koi auf einer Ausstellung kann mehrere hunderttausend Euro kosten. Daher sind diese Exemplare nur etwas für ernsthafte Sammler. Es gibt inzwischen europäische Züchtungen zu kaufen, diese sind relativ preiswert und werden kaum in ihrem Wert steigen. Du solltest zwischen 2.000 und 5.000 Euro einplanen, um einen wirklich schönen Teich für deine Koi zu bauen.

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