Gartenpflanzen richtig gießen

16. Dezember 2022

Es ist schwer, sich einen Garten ohne Bewässerung vorzustellen. Allerdings sind Gärten meist so groß, dass das Tragen von Gießkannen oder das Gießen mit dem Schlauch zu zeitaufwendig ist. Gut durchdachte Bewässerungssysteme sparen nicht nur Zeit beim Gießen, sondern versorgen die Pflanzen auch zum richtigen Zeitpunkt mit Wasser. Denn jede Pflanze hat andere Bedürfnisse, die du auf pflanzen-steckbriefe.de nachlesen kannst. Je nach Gebiet gibt es verschiedene Arten der Bewässerung.

Tropfbewässerung von Gemüsebeeten

Es ist wichtig, dass die Pflanzen im Gemüsebeet ständig Zugang zu Wasser haben. Nur so kann ein Samen zu einer kräftigen Pflanze heranwachsen oder Setzlinge im Boden gedeihen. Viele Gemüsepflanzen hingegen mögen kein kaltes Wasser, das von oben hinab prasselt. Das kann etwa Samen auswaschen oder junge Pflanzen umknicken.

Die Tropfbewässerung ist vor allem für Gemüsebeete ideal. Gelochte Schläuche werden in den Beeten verlegt, damit das Wasser tropfenweise fließt. So bleibt der Boden immer feucht, aber nicht so nass, dass die Samen weggespült werden.

Die Tropfbewässerung mit Schläuchen hat den zusätzlichen Vorteil, dass sie mobil ist. Wenn die Beete umgestaltet werden, müssen die Schläuche nur neu verlegt werden, und die Pflanzen sind wieder gut bewässert.

Die Sprinklerbewässerung wird auch zur Bewässerung von Rasenflächen eingesetzt

Sprinklerbewässerung ist die beste Option für den Rasen. Sprinkler gibt es in zwei Ausführungen: mobil und fest im Boden installiert. Letztere hat den Vorteil, dass keine Schläuche verlegt werden müssen. Ein fest installiertes System hingegen lohnt sich nur für größere Rasenflächen. Mobile Rasensprenger haben in der Regel einen sehr großen Radius, sodass sie durchschnittliche Rasenflächen ohne weitere Bewegung bewässern können. Die Bewässerung muss bis zu zwei Wochen lang gewährleistet sein, vor allem bei neu verlegtem Rasen, da die Wurzeln dauerhaft feucht bleiben müssen.

In begrenztem Umfang können Sprinkler auch in Gemüse- oder Staudenbeeten eingesetzt werden. Allerdings müssen die Pflanzen Wasser von oben vertragen, wie es bei Kohl der Fall ist. Auch bei der Bewässerung mit einem Handregner oder einem Krug sollte man vermeiden, dass Blätter und Blüten von empfindlichen Pflanzen wie Paprika oder Tomaten nass werden. Das macht vor allem Tomaten anfälliger für Krankheiten.

Bewässere Staudenbeete mit Sprühbewässerung

Die Sprühbewässerung funktioniert ähnlich wie ein Rasensprenger, aber sie bewässert nur einen kleinen Bereich. Dazu werden Sprühdüsen in den Boden eingelassen und mit einem Schlauchsystem verbunden. Die Sprühbewässerung ist ideal für mehrjährige Beete, die nach ihrer Anlage wenig Pflege benötigen.

Diese Bewässerungsmethode hat den Vorteil, dass sie die Stauden und Sträucher in optimaler Höhe bewässert. Im Sommer wäre diese Variante ideal für die Bewässerung von Bäumen oder Beerensträuchern.

Bewässerung von Töpfen und Kübeln im Urlaub

Das Gießen von Topf- oder Kübelpflanzen sowie von Balkonkästen im Urlaub stellt eine besondere Herausforderung dar. Bewässerungssysteme im Garten können bereits automatisiert werden, aber das ist bei Topfpflanzen, insbesondere bei Zimmerpflanzen, nicht möglich.

Für sie gibt es Bewässerungssets, die mit normalen Wasserflaschen funktionieren. Dazu werden spezielle Tonaufsätze auf die mit Wasser gefüllten Flaschen geschraubt und dann kopfüber in die Erde der Topfpflanzen gesteckt. Der Tonaufsatz funktioniert ähnlich wie ein Tontopf. Wenn die Umgebung bereits feucht ist, wird das Wasser gespeichert; wenn sie trocken ist, wird die Feuchtigkeit an die Erde abgegeben. So können Topfpflanzen oder Balkonkästen längere Zeit ohne Wasser auskommen.

Automatisches Management

Gartenbewässerungssysteme haben den Vorteil, dass sie mit einer automatischen Steuerung kombiniert werden können. So können die Pflanzen zur richtigen Tageszeit bewässert werden. Die Steuerung übernimmt ein Bewässerungscomputer, der zwischen dem Wasserhahn und dem Schlauch montiert wird. So kann die Bewässerung automatisch zur gewünschten Zeit und Dauer erfolgen.

Viele Systeme sind inzwischen so intelligent, dass sie mit Sensoren verbunden werden können. Die Sensoren messen die Feuchtigkeit im Boden, und der Computer entscheidet, ob bewässert werden soll oder nicht. Alternativ können einige Bewässerungscomputer sogar über Smartphones gesteuert werden, sodass die Bewässerungspläne auch im Urlaub geändert werden können.

gelebte Gartenliebe
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