Feuer und Wärme: So wird der Garten sommerabend- und herbsttauglich

3. Juni 2026

Sommer heißt für viele Menschen: Sonne, Wärme, Ruhe und Erholung auf der Terrasse und im eigenen Garten. Doch muss das wirklich auf den Sommer beschränkt bleiben? Nein, denn heutzutage kann man den Sommer mit seinen angenehmen Temperaturen problemlos verlängern, zumindest im bzw. am eigenen Heim. Spezielle Heizungen für die Außenbereiche machen es möglich.

Man kennt sie aus Biergärten, Cafés und anderen gastronomischen Einrichtungen, doch mehr und mehr erobern die Geräte auch unsere Gärten und Terrassen. Sie machen kühle Abende erträglich und können eine Gartenparty retten, die sonst wegen zu niedriger Temperaturen ausgefallen wäre. Schauen wir uns doch einmal die gängigsten Möglichkeiten an, mit den Feuer bzw. Wärme in den Garten und auf die Terrasse gebracht werden kann.

Der Feuerofen

Ein Feuerofen wird auch als „Mexikanischer Ofen“ oder „Aztekenofen“ bezeichnet und ist eine Wärmequelle, die besonders rustikal und gemütlich wirkt. An etwas kühlen Abenden rund um einen solchen Feuerofen zu sitzen, macht einfach Spaß und lässt eine romantische Stimmung aufkommen.

Die traditionellen Öfen werden meist aus Terrakotta gefertigt, originale Exemplare stammen aus Mexiko und werden dort von Hand gefertigt. Es gibt aber mittlerweile auch günstige, nachgefertigte Modelle. Ein Metallgestell gibt den bauchigen Öfen festen Halt. Das Material speichert Wärme und gibt diese auch nach dem Erlöschen des Feuers noch lange ab. Zum Beheizen verwendet man traditionell Holz, einige Modelle können auch als Grill genutzt werden.

Der Gartenkamin

Der Gartenkamin ist sozusagen die europäische Version des zuvor beschriebenen Aztekenofens. In seinem Design erinnert er an den klassischen, in bzw. an die Wand gemauerten Kamin im Wohnzimmer, er kann jedoch frei und autark entweder im Garten oder auf der Terrasse aufgestellt werden. Vorteil: Der entstehende Rauch wird die Nachbarn kaum belästigen, da er durch das Kaminstück beim Gartenkamin nach oben abgeführt wird.

Einige Gartenkamine sind mit unterschiedlichen Zusatzfunktionen ausgestattet, die über das reine Erzeugen von Wärme und den schönen Feuerschein hinausgehen. So gibt es zum Beispiel Modelle, die als Grill genutzt oder zum Pizzaofen umfunktioniert werden können.

Auch bei den Brennmitteln sind viele Gartenkamine flexibel. Man kann traditionell gespaltenes Holz verwenden, aber beispielsweise auch runde oder quadratische Briketts aus gepresstem Sägemehl, die eine besonders hohe Heizwirkung besitzen und somit lange brennen.

Moderne Terrassenheizungen

Unter modernen Terrassenheizungen versteht man Terrassenstrahler oder Terrassenheizer, die mit Strom oder Gas betrieben werden. Sie werden wegen ihrer Form auch „Heizpilze“ genannt und finden sich häufig in den Außenbereichen gastronomischer Betriebe, wo sie an etwas kühleren Abenden in Biergärten oder auch in Raucherbereichen eingesetzt werden.

Auch auf der heimischen Terrasse lässt sich mit einer solchen Terrassenheizung die Freiluftsaison um einiges verlängern. Zur Auswahl stehen Modelle, in deren Fuß eine Gasflasche eingesetzt wird, sowie strombetriebenen Strahler, von denen viele inzwischen mit Infrarot-Technologie ausgestattet sind. Dabei hat jede Variante ihre ganz speziellen Vor- und Nachteile. Strombetriebene Terrassenheizungen brauchen logischerweise eine Steckdose, um sie in Betrieb zu nehmen. Dafür entfällt der lästige Einkauf von Gasflaschen. Heizstrahler mit Gasbetrieb sind dagegen unabhängig vom Stromnetz und können daher an jedem beliebigen Ort im Garten aufgestellt werden, ohne erst Verlängerungskabel verlegen zu müssen. Ist die Gasflasche jedoch leer und wurde nicht rechtzeitig für Nachschub gesorgt, ist der Betrieb beendet.

Bei Gasheizstrahlern ist zudem unbedingt auf eine gute Belüftung zu achten, da die Geräte Sauerstoff verbrennen. In geschlossenen Räumen dürfen sie daher nicht verwendet werden. Außerdem stoßen sie Kohlenstoffdioxid aus, das klimaschädigend wirkt. Bei modernen Modellen ist dieser Ausstoß jedoch durch eine entsprechende Technik reduziert. In beiden Varianten gibt es Modelle, bei denen sich die Heizleistung stufenlos regulieren lässt. Auch die Richtung, in die die warme Luft strömen soll, kann eingestellt werden. Bei den Gasheizstrahlern gibt es Modelle mit zwei Brennern, so dass die warme Luft in verschiedene Richtungen gelenkt werden kann. Eine automatische Abschaltung sorgt dafür, dass es zu keinem Feuer kommt, wenn das Heizgerät umfällt. Praktisch sind Strahler mit Rollen, die sich leicht an eine andere Stelle schieben lassen.

Abschließend ein wichtiger Hinweis: Besonders wichtig beim Umgang mit offenem Feuer ist die Sicherheit. Vor allem wer Kinder hat, muss mit Feuer und heißen Sachen vorsichtig umgehen. Aber auch bei sehr dicht bewachsenen Gärten mit vielen Bäumen, Büschen und anderem gut brennbaren Material gilt es, Vorsicht walten zu lassen und genügend Abstand zu allem Brennbaren zu halten. In trockenen Sommern ist es besser, generell auf offene Feuer zu verzichten.

gelebte Gartenliebe
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